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Nahrung in Indien ist nicht nur eine Frage des Lebensunterhalts, sondern ein tief sozialer, kultureller und politischer Akt, durch den Kaste sowohl perpetuiert als auch angefochten wird. Dieser Artikel untersucht kritisch, wie Nahrung als Medium für kastenbasierte Exklusion und Behauptung in Indiens historischen, rechtlichen und alltäglichen Landschaften funktioniert. Anhand antiker religiöser Texte, kolonialer Politiken, rechtlicher Rahmenbedingungen nach der Unabhängigkeit und zeitgenössischer ethnografischer Berichte zeigt die Studie, wie Reinheits- und Verschmutzungsnormen weiterhin Lebensmittelpraktiken, Zugang und Gemeinschaft prägen. Sie erforscht, wie die Manusmriti lebensmittelbasierte Hierarchien kodifizierte, wie die koloniale Verwaltung diese institutionell festigte und wie Indien in der postkolonialen Zeit trotz verfassungsmäßiger Garantien darum kämpft, sie rückgängig zu machen. Durch Fallstudien von Teeläden, Hochzeitsfesten und Schulmahlzeiten sowie durch Analysen ambedkaritischer Lebensmittelpolitik und digitaler Aktivismus argumentiert dieser Artikel, dass die Politik des Tellers zentral zur Kastefrage Indiens bleibt. Die Studie schließt mit Empfehlungen für Reformen der Politik und fordert weitere Forschungen zu Kaste und Nahrung in diasporischen und ökologischen Kontexten.
Pravat Ranjan Sethi (Di,) hat diese Frage untersucht.