Religiöse Mäßigung ist ein grundlegendes Element der islamischen Bildung im zunehmend pluralistischen und dynamischen sozialen Kontext Indonesiens. Diese Studie zielt darauf ab, die Praktiken der religiösen Mäßigung durch die Interaktionen der Schüler innerhalb einer islamischen Oberschule, nämlich der MAN 1 Madiun, zu analysieren, bei der Schüler aus unterschiedlichen islamischen Organisationshintergründen involviert sind. Unter Verwendung eines deskriptiven qualitativen Ansatzes wurden Daten durch direkte Beobachtung und vertiefende Interviews mit gezielt ausgewählten Schülern gesammelt, die die Erforschung der gelebten religiösen Erfahrungen der Schüler in ihrem natürlichen schulischen Umfeld ermöglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass religiöse Aktivitäten wie Istighosah, gemeinsames Qur'an-Rezitieren und gemeinschaftliche Gebete inklusiv durchgeführt werden, ohne Segregation aufgrund der organisatorischen Zugehörigkeit. Technische Unterschiede in den Gottesdienstpraktiken, einschließlich der Verwendung des Qunut-Gebets im Morgengebet, werden als legitime Formen islamischer Vielfalt verstanden und akzeptiert, ohne Konflikte zu erzeugen. Neuartigkeit dieser Studie liegt in den empirischen Beweisen aus den alltäglichen Interaktionen der Schüler, die zeigen, dass tägliches soziales Engagement als effektives Medium zur Verinnerlichung der Werte der religiösen Mäßigung dient. Darüber hinaus spielen nicht-diskriminierende institutionelle Richtlinien eine entscheidende Rolle bei der Förderung einer toleranten und kohärenten Bildungsumgebung. Diese Ergebnisse tragen zur Entwicklung einer moderaten islamischen Pädagogik bei, indem sie strukturiertes religiöses Habitualisieren, die sozialen Erfahrungen der Schüler und eine inklusive Schulverwaltung als Schlüsselstrategien zur Stärkung der religiösen Mäßigung betonen, und bieten wertvolle Einblicke für andere islamische Bildungseinrichtungen mit ähnlichen vielfältigen Kontexten.
Romandonni et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.