Das Vorhandensein von COPD erhöht erheblich das Risiko für thromboembolische Ereignisse und die Gesamtmortalität bei Patient:innen mit Vorhofflimmern.
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COPD und AF teilen eine komplexe bidirektionale Beziehung, die von gemeinsamen Risikofaktoren, Hypoxämie, Hyperkapnie und Entzündung geprägt ist, was maßgeschneiderte Management- und Screening-Strategien erforderlich macht.
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Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine weit verbreitete Atemwegserkrankung und eine Hauptursache für Morbidität und Mortalität. Vorhofflimmern (AF) ist die häufigste chronische Arrhythmie bei Patient:innen mit und ohne COPD, wobei zahlreiche Faktoren zu seiner Entstehung beitragen. Dazu gehören Hypoxämie, Hyperkapnie, Hyperinflammation sowie Veränderungen der Herzgeometrie und der autonomen Funktion. Das Vorhandensein von COPD ist mit einem erhöhten Risiko für thromboembolische Ereignisse, Wiederauftreten von Vorhofflimmern nach Kardioversion und erhöhter Gesamtmortalität assoziiert. Umgekehrt erhöht AF selbst das Mortalitätsrisiko bei Patient:innen mit COPD weiter. Medikamente, die zur Behandlung der COPD eingesetzt werden, können schädliche Wirkungen auf AF haben, während Medikamente zur Behandlung von AF die COPD verschlimmern können. Die Mehrheit der Bronchodilatatoren hat gezeigt, dass sie die Herzfrequenz erhöhen und AF-Episoden auslösen. Anticholinergika scheinen jedoch besser vertragen zu werden als β-Rezeptor-Agonisten bei COPD. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Behandlung von AF an die individuellen Bedürfnisse von Patient:innen mit COPD angepasst wird. Die Wirksamkeit und Sicherheit der AF-Katheterablation bei Fällen mit COPD scheinen gut etabliert zu sein. Weitere Forschung ist erforderlich, um geeignete Screening-Protokolle für AF bei COPD-Patient:innen zu entwickeln, die künstliche Intelligenz und Telemonitoring einbeziehen, sowie um COPD-spezifische Instrumente zur Schätzung des thromboembolischen Risikos zu etablieren. Diese narrative Überprüfung untersucht umfassend die komplexe Beziehung zwischen COPD und AF, integriert die neuesten Erkenntnisse und bietet neue Einsichten sowie aktualisierte Perspektiven.
Şener et al. (Wed,) berichteten von einem anderen. Das Vorhandensein von COPD erhöht erheblich das Risiko für thromboembolische Ereignisse und die Gesamtmortalität bei Patient:innen mit Vorhofflimmern.