Zunehmend sind internationale Nichtregierungsorganisationen (INGOs) von großen Geldgebern abhängig geworden. Dies wird als Philanthrokapitalismus bezeichnet und wegen des Mangels an Demokratie und abwärts gerichteter Rechenschaftspflicht kritisiert, was zu einer Konzentration von Macht bei einer privilegierten Minderheit führt. Gleichzeitig hat der Ruf nach Lokalisierung zugenommen, der sich auf eine stärkere Einbeziehung und Stärkung der lokalen Partner von INGOs bezieht. In diesem Artikel untersuchen wir, wie niederländische INGOs mit der Anwerbung großer Geldgeber einerseits (d.h. Philanthrokapitalismus) und den Anforderungen an eine erhöhte abwärts gerichtete Rechenschaftspflicht andererseits umgehen. Basierend auf Interviews, Berufserfahrungen und Berichterstattungsanalysen erforschen wir diese anscheinend widersprüchlichen Bewegungen und analysieren die Machtverhältnisse in Bezug auf die vier Attribute Wissen, Kapazität, Autorität und Rechenschaftspflicht. Wir argumentieren, dass, obwohl Macht auf allen Ebenen im „Kraftfeld“ zwischen Philanthrokapitalismus und Lokalisierung zu finden ist, die Finanzierungsbeziehungen Raum für Repression schaffen und die Konzentration von Macht bei großen Geldgebern daher größtenteils als Hindernis für die Lokalisierung fungiert.
Koot et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.
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