EINLEITUNG Das postorgasmische Krankheitsyndrom ist ein seltenes Syndrom, das nach dem Samenerguss auftritt. Dieses Syndrom kann die Lebensqualität der Patienten erheblich beeinträchtigen. FALLPRÄSENTATION Ein 17-jähriger Junge litt unter lästiger Müdigkeit, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit und dem Gefühl eines grippeähnlichen Zustands. Er wusste nicht, was die Auslöser dieser Symptome waren. Er besuchte eine psychiatrische Klinik, wo ihm Depressionen diagnostiziert wurden. Obwohl er eine Behandlung mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern erhielt, blieben seine Symptome bestehen. Dann bemerkte er, dass seine Symptome nach dem Samenerguss durch Masturbation oder Traumpulsationen auftraten. Er kam mit 19 Jahren in unsere ambulante Klinik. Wir verabreichten Desloratadin. Einen Monat später besserte sich das allgemeine Unwohlsein nach dem Samenerguss. Danach verschwanden alle Symptome nach dem Samenerguss. FAZIT Ein japanischer Teenager mit postorgasmischem Krankheitsyndrom wurde erfolgreich mit Desloratadin behandelt. Wir glauben, dass unsere Erfahrungen dazu beitragen werden, dieses Krankheitsbild in Zukunft aufzuklären und zu behandeln.
Ito et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.