Zusammenfassung Freundschaft ist eine häufige und komplexe soziale Bindung. Zu den Freundschaftspraktiken, die noch nicht vollständig verstanden sind, gehören gruppen- versus dyadisch orientierte Freundschaftsstile oder ob Menschen sich mit einem oder mehreren Freunden gleichzeitig sozial beschäftigen. Wir berichten über zwei Studien, die Freundschaftsstile und relationale Mobilität bei 1674 jungen Erwachsenen (18–35 Jahre alt) in Japan und dem Vereinigten Königreich vergleichen. Die Befragten aus beiden Ländern füllten den Friendship Habits Questionnaire aus, ein neues Maß für dyadisch- versus gruppenorientierte Freundschaftsstile. Die Teilnehmer schätzten auch die Größe ihrer Freundschaftsgruppe und die Zeit, die sie in Freundschaftsgruppen versus Dyaden verbrachten, und füllten eine Skala zur relationalen Mobilität aus. Der gruppenorientierte Freundschaftsstil der Teilnehmer, bewertet mit dem Friendship Habits Questionnaire, war mit größeren Freundschaftsgruppen und mehr Zeit in Gruppen verbunden, anstatt in Dyaden von Freunden. Im Vergleich zu Japanern hatten die Teilnehmer aus dem Vereinigten Königreich mehr gruppenorientierte Freundschaftsstile und waren relationale mobiler. Darüber hinaus waren gruppenorientierte Freundschaftsstile mit höherer relationaler Mobilität verbunden. Diese Ergebnisse geben Einblicke in Modelle von Freundschaft und sozialen Beziehungen, die in unterschiedlichen kulturellen Kontexten gefördert werden.
Howlett et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.