Die Erreichung der Geschlechtergerechtigkeit ist eine kritische, jedoch oft übersehene Dimension des nachhaltigen Tourismus. Geschlechtsbasierte berufliche Herausforderungen bleiben ein hartnäckiges Problem in der Tourismusbranche, in der weibliche Reiseleiter mit Stereotypen, politisch bedingten Hindernissen und Belästigungen am Arbeitsplatz konfrontiert sind. Während frühere Studien geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der Tourismusbeschäftigung untersucht haben, gibt es nur begrenzte Forschungen darüber, wie weibliche Reiseleiter aktiv mit diesen Herausforderungen umgehen. Diese Studie schließt diese Lücke, indem sie die Bewältigungsstrategien weiblicher Reiseleiter in Vietnam analysiert und individuelle, organisatorische und soziokulturelle Einflüsse berücksichtigt. Durch qualitative Methoden, einschließlich tiefgehender Interviews, stellt die Studie fest, dass die Bewältigungsstrategien von der Normalisierung und Vermeidung bei jüngeren, weniger erfahrenen Reiseleitern bis hin zu durchsetzungsfähiger Kommunikation und Verhandlung bei erfahrenen Fachleuten reichen. Kulturelle Normen prägen zudem die Reaktionen, wobei diejenigen aus patriarchalischen Regionen eher passive Bewältigungsmechanismen anwenden. Diese Ergebnisse heben die Notwendigkeit branchenweiter Interventionen hervor, um die berufliche Selbstbestimmung und die Arbeitsplatzsicherheit weiblicher Reiseleiter zu unterstützen.
Nguyen et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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