Hintergrund und Ziele: Es fehlt an umfassenden, fokussierten Übersichtsarbeiten zum Thema Offener Biss in der Literatur. Diese Studie zielt darauf ab, quantitativ die Publikationsproduktivität, jährliche Trends, Publikationsquellen, zentrale Themen und Zitationsmuster im Bereich Offener Biss offenzulegen. Materialien und Methoden: Insgesamt wurden 1208 Artikel und Übersichtsarbeiten, die zwischen 1973 und 2025 veröffentlicht wurden und aus der Web of Science-Datenbank stammen, mit bibliometrischen und Netzwerkanalysemethoden analysiert. Ergebnisse: Nach 2010 wurde ein signifikanter Anstieg der Publikationen beobachtet, eine Beschleunigung insbesondere nach 2015 und eine hohe Produktivität im Zeitraum 2018–2024. Über die Zeit wurde ein klarer steigender Trend festgestellt. 71,5 % der Publikationen sind in SCI-Expanded enthalten. Die Verteilung der Zeitschriften ist zentralisiert, wobei das American Journal of Orthodontics and Dentofacial Orthopedics und der Angle Orthodontist die dominierenden Publikationen sind. Keyword- und Clusteranalysen zeigten, dass die Literatur auf vier Hauptachsen konzentriert ist: (1) Ätiologie und biomechanische Prozesse, (2) chirurgische Ansätze und orthognathische Interventionen, (3) Frühintervention und Gewohnheitskontrolle, (4) Nachbehandlungsstabilität und Rückfall. Darüber hinaus sind behandlungsorientierte Konzepte wie „Minischraube/temporäres Verankerungsgerät“, „Molareneintrübung“ und „cephalometrische Analyse“ zentral. Schlussfolgerungen: Die Studie zeigt, dass Offener Biss ein zunehmend verbreitetes und thematisch vielfältiges Forschungsgebiet in der kieferorthopädischen Literatur geworden ist. Die aktuelle Verteilung weist darauf hin, dass sich die Forschung sowohl auf klinische Anwendungen als auch auf Behandlungsergebnisse konzentriert; sie hebt jedoch auch die Bedeutung von langfristigen Vergleichsdaten und Studien zur Behandlungsstabilität hervor. In Zukunft werden methodische Standardisierung und vergleichbare Langzeitdaten zur Reifung der Literatur beitragen.
Ağlarcı et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.