Ziel: Diese explorative qualitative Studie untersuchte die Erfahrungen von Rettungsdienstmitarbeitenden an vorderster Front in den Ambulanzdiensten des englischen National Health Service hinsichtlich ihrer oberen Führungsebene. Hintergrund: In letzter Zeit hat die Effektivität der Führung in englischen Ambulanzdiensten angesichts eines Versagens der Organisationskultur, des Wohlbefindens des Personals und der Patientensicherheit erhebliches regulatorisches und politisches Interesse geweckt. Trotz strategischer Initiativen zur Verbesserung der Führungskräfteentwicklung weisen Regierungsinspektionen weiterhin auf dysfunktionale Führungspraktiken hin, einschließlich einer möglichen Trennung zwischen Führungskräften und operativen Abläufen, unzureichender Unterstützung für das Personal und Ambivalenz gegenüber toxischen Arbeitsplatzkulturen. Es gibt nur begrenzte Forschung darüber, wie Rettungsdienstmitarbeitende in England ihre oberen Führungskräfte direkt erleben und wahrnehmen. Diese Studie versucht, diese Lücke zu schließen. Methode: Eine explorativ-deskriptive qualitative Methodologie unter Verwendung von halbstrukturierten Interviews wurde angewandt. Die Teilnehmenden wurden gezielt über soziale Medien rekrutiert. Zehn Rettungsdienstmitarbeitende, die alle operative Rollen in England einnahmen, nahmen an aufgezeichneten Online-Interviews teil. Die transkribierten Daten wurden mit einer reflexiven thematischen Analyse innerhalb eines interpretativen konstruktivistischen Paradigmas ausgewertet. Ergebnisse: Die Analyse ergab drei Hauptthemen: (a) Kultur – einschließlich der Wirksamkeit der Kommunikation, der organisatorischen Transparenz und der psychologischen Sicherheit; (b) Ethik – einschließlich Ehrlichkeit, Verantwortung, Fairness bei Entscheidungen und Mitgefühl; und (c) Einfluss – Untersuchung externer Drucksituationen, der beruflichen Stimme, des klinischen Verständnisses und der Auswirkungen auf die Mitarbeiterbindung. Die Teilnehmer berichteten von geschätzten Führungskräften, die authentische Kommunikation und echte Verbindung zeigten, während sie schilderten, wie geringe Sichtbarkeit, mehrdeutige Botschaften und wahrgenommene Unehrlichkeit häufig dysfunktionale Bewältigungsstrategien innerhalb der Belegschaft förderten. Besonders wurden wichtige Trennungen zwischen strategischen und operativen Ebenen einer hohen Fluktuation des Führungspersonals zugeschrieben, das oft als politisch anstatt praktisch ehrgeizig wahrgenommen wurde, sowie einem Mangel an direkter klinischer Erfahrung unter den oberen Führungskräften. Fazit: Obwohl die Teilnehmenden externe Einschränkungen für die oberen Führungskräfte anerkannten und viele Beispiele für gute Praktiken anführten, hoben ihre berichteten Erfahrungen routinemäßig erhebliche Lücken zwischen Führungsstrategien und operativen Realitäten hervor, die zur Ablösung von Personal beitrugen, was als bedeutend für eine kompromittierte organisatorische Leistung angesehen wurde.
Ward et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.