Aromatizität ist ein fundamentales Konzept, das traditionell verwendet wird, um die Struktur, Stabilität und Reaktivität zyklischer organischer Verbindungen zu erklären. Schwerere Analoga wurden ebenfalls hinsichtlich ihres aromatischen Charakters untersucht, jedoch wurde gezeigt, dass sich ihre elektronische Struktur erheblich je nach Substituenten unterscheidet. Hier berichten wir über die Synthese und Isolation eines Germanium-Analogs von Cyclobutadien YN2Ge4 (YN = Ph2P(NMes)-C-PPh3), das zwei iminophosphinoyl-gebundene Ylidliganden aufweist. Die Ge4-Verbindung wird durch Reduktion von entweder Chlorogermylene YNGeCl oder Digermylene YNGe-GeYN erhalten und zeigt einen planaren Ge4-Kern mit einer perpendicularen Koordination der Ylidgruppen. Detaillierte computergestützte Analysen ergaben einen aromatischen Charakter, belegt durch mehrere Aromatizitätsbeschreibungen. Diese Aromatizität entsteht ausschließlich durch die Delokalisierung der σ-Elektronen, während jegliche π-Bindung aufgrund der Koordination der Liganden im π-Plane verloren geht. Diese elektronische Struktur ähnelt der von reinen Metall-Clustern, wodurch das Konzept der σ- und reinen Metall-Aromatizität auf cyclobutadienartige Systeme ausgedehnt wird.
Kumar et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.