Zweck Dieser konzeptionelle Artikel untersucht kritisch die Rolle von Ausbildungen im Vereinigten Königreich als potenzielle soziale Ausgleicher und Mechanismen der sozialen Reproduktion. Er stützt sich auf Theorien des Kapitals, sozialer Gerechtigkeit und Intersektionalität und untersucht, ob berufliche Wege sinnhaft Inklusion, wirtschaftliche Eigenverantwortung und Identitätsveränderung für unterrepräsentierte Gruppen, insbesondere im Bereich der beruflichen Weiterbildung, fördern können. Entwurf/Methodik/Ansatz Mit einem theoretisch fundierten Ansatz synthetisiert der Artikel zentrale soziologische und politische Rahmenbedingungen, einschließlich Bourdieus Theorie des Kapitals, Frasers Modell sozialer Gerechtigkeit und Crenshaws Intersektionalität. Er befasst sich mit einer kritischen Politikanalyse des Skills for Jobs- Weißbuchs und der umfassenderen Reformen der beruflichen Bildung, um zu hinterfragen, wie strukturelle Ungleichheiten, Marktmechanismen und arbeitsgebergeführte Modelle die Landschaft der Ausbildungen formen. Ergebnisse Der Artikel argumentiert, dass Ausbildungen einen paradoxen Raum einnehmen: Während sie oft als inklusive, arbeitsbasierte Alternativen zur Hochschulbildung positioniert werden, laufen sie Gefahr, bestehende Ungleichheiten durch die Segmentierung des Arbeitsmarktes, variable Qualität und Credentialismus zu reproduzieren. Wenn sie jedoch in authentische Arbeitgeberpartnerschaften, qualitativ hochwertige Angebote und relationale Pädagogik eingebettet sind, können Ausbildungen als transformative Orte sozialer Mobilität, persönlichem Wachstum und bürgerschaftlicher Teilnahme fungieren. Originalität/Wert Der Artikel trägt ein neues konzeptionelles Modell bei, das Ausbildungen als potenzielle Interventionen zur sozialen Gerechtigkeit einordnet, anstatt sie ausschließlich als wirtschaftliche Werkzeuge zu betrachten. Er fordert auch größere Investitionen in forschungsbasierte berufliche Bildung, die Mitgestaltung von Politik mit Lernenden und Gemeinschaften sowie eine Neudefinition der beruflichen Bildung als Raum demokratischer Möglichkeiten. Diese Neuausrichtung ist entscheidend, um anhaltende Ungleichheiten zu bekämpfen und das volle Potenzial des beruflichen Lernens im 21. Jahrhundert zu verwirklichen.
Reece Sohdi (Fr, ) hat diese Frage untersucht.