Interprofessionelle Teams in der Primärversorgung sind entscheidend für die Verbesserung von Behandlungsergebnissen, der beruflichen Zufriedenheit und des gerechten Zugangs zu Gesundheitsdiensten. Die longitudinale Entwicklung von Hochleistungsteams ist jedoch nach wie vor unzureichend erforscht und erfordert interdisziplinäre Forschung. Eine vorläufige Erfassung und Operationalisierung von Schlüsselkonstrukten wird vor der Durchführung solcher Untersuchungen empfohlen. Dieser Artikel beschreibt die Entwicklung des konzeptionellen Frameworks Optimizing Teams for Interprofessional Care in Primary Health Care (OPTIC-PHC) durch ein kanadisches multidisziplinäres Forschungsteam. Das Ziel der Entwicklung dieses Frameworks besteht darin, eine pan-kanadische Längsschnittstudie zur Entwicklung interprofessioneller Primärversorgungsteams anzuleiten und Schlüsselkonstrukte zu definieren, um Forschungsanstrengungen zu optimieren. Das partizipative, mehrstufige Group-Concept-Mapping-Verfahren umfasste 14 Treffen mit 30 Forschenden und Entscheidungsträgern aus der Politik über sechs Schritte hinweg: Definition der Fokusfragen; Brainstorming und Identifizierung von Konzepten; Erstellung einer vorläufigen Map; initiale Überarbeitung durch das Team; Identifizierung von Querverbindungen und Entwicklung des Frameworks; sowie abschließende Überarbeitung des Frameworks. Das Framework umfasst 19 Konzepte, die in 6 Domänen unterteilt sind: 1) Partnerschaft und Engagement von Patienten und Community; 2) individuelle Perspektiven, Werte und Überzeugungen; 3) Teamstruktur und organisationale Faktoren; 4) Teamzusammenarbeit und -kommunikation; 5) Ausrichtung an den Bedürfnissen von Patienten und Community sowie 6) externer Kontext. Diese Konzepte und Domänen beschreiben strukturelle Elemente und Prozesse, die in der multidisziplinären Längsschnittforschung untersucht werden sollen, um zu verstehen, was die Entwicklung von IPCTs zur Deckung der Bedürfnisse von Patienten und Community im Zeitverlauf vorantreibt. Es dient als initiales Instrument für Forschende, die IPCTs untersuchen, sowie für Teams, die eine Weiterentwicklung von IPCT-Modellen anstreben. Die Einbindung von Patienten und pflegenden Angehörigen kann dazu beitragen, das Framework weiter zu verfeinern, seine Relevanz sicherzustellen und Messstrategien zu stärken.
Gálvez-Hernández et al. (Fri,) untersuchten diese Fragestellung.
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