Diese Arbeit entwickelt ein kraftfreies konzeptionelles und mathematisches Framework für die Gravitation, das die gravitative Bewegung nicht als Ergebnis der Interaktion, sondern als die strukturelle Bedingung interpretiert, die die Kontinuität der physikalischen Realisierung in Abwesenheit lokaler Kräfte ermöglicht. Ausgehend von der Beobachtung, dass Körper im freien Fall keine Kraft erfahren, während sie dennoch wohldefinierte Trajektorien folgen, schlägt das Papier vor, dass Gravitation als ein globales Zulässigkeitsprinzip wirkt, das regelt, welche Bewegungsfortsetzungen physikalisch realisierbar bleiben, wenn keine lokale Agentur die Evolution bestimmt. Eine axiomatische Formulierung wird eingeführt, in der physikalische Systeme durch systemabhängige Mengen zulässiger Geschwindigkeitsfortsetzungen dargestellt werden. Bewegung entsteht durch iterative Eliminierung nicht-zulässiger Richtungen, anstatt durch dynamischen Zwang. Mithilfe von Werkzeugen der konvexen Geometrie und der Projektionstheorie zeigt das Framework, wie unterschiedliche gravitative Regime allein aus Unterschieden in der Systemstruktur entstehen. Innerhalb dieser Formulierung entsprechen freier Fall, orbitaler Bewegung und galaktische Rotation unterschiedlichen Geometrien der Zulässigkeit, die mit terrestrischen, planetarischen und galaktischen Systemen verbunden sind. Ein einziges Auswahlprinzip regiert alle Regime, während qualitative Unterschiede aus systemabhängigen Strukturzwängen hervorgehen. Die Arbeit modifiziert die allgemeine Relativitätstheorie nicht und führt keine zusätzlichen Felder, Kräfte oder Komponenten dunkler Materie ein. Stattdessen bietet sie eine strukturelle Interpretation der gravitativen Bewegung und bietet eine einheitliche konzeptionelle Grundlage für gravitative Phänomene über verschiedene Skalen hinweg.
Luka Gluvić (Sun,) hat diese Frage untersucht.