Diese Studie präsentiert ein deterministisches compartmental Modell, um die Auswirkungen von Beratung vor und nach der Scheidung auf die Dynamik der Scheidung innerhalb monogamer Ehen zu untersuchen. Das Modell integriert Beratung sowohl als präventiven als auch als wiederherstellenden Mechanismus und leitet die Schwellenmenge R0 ab, die bestimmt, ob die Scheidung in der Population anhält oder ausstirbt. Analytische Ergebnisse zeigen, dass das scheidungsfreie Gleichgewicht lokal und global asymptotisch stabil ist, wenn R0 ≤ 1, während das scheidungendeme Gleichgewicht stabil wird, wenn R0 > 1. Das Modell zeigt zudem eine rückwärts gerichtete Bifurkation, was impliziert, dass die Reduzierung von R0 unter eins nicht ausreicht, um die Scheidung zu eliminieren, es sei denn, die Beratungsinterventionen werden intensiviert. Die Sensitivitätsanalyse zeigt, dass die Scheidungsübertragungsrate (β) und die Rate der Beratung vor der Scheidung (ε) die einflussreichsten Parameter sind, die R0 beeinflussen. Numerische Simulationen bestätigen die analytischen Ergebnisse und zeigen, dass die Verstärkung der Beratungsanstrengungen die Prävalenz von Scheidungen erheblich reduziert. Die Studie hebt wichtige politische Implikationen hervor und gibt Empfehlungen zur Reduzierung der ehelichen Instabilität durch integrierte Beratungsprogramme.
Abagna et al. (Mi,) haben diese Frage untersucht.