Hintergrund: Es gibt einen signifikanten Mangel an Psychiatern im Vergleich zur Nachfrage nach ihren Dienstleistungen. Wir haben die Medicare Part D-Ansprüche von Psychiatern und ähnlichen klinischen Verschreibern untersucht, um mögliche Veränderungen in der Medikation zu identifizieren und diese Lücke zu schließen. Ziel: Diese pharmakoepidemiologische Studie zielte darauf ab, Verschreibungsmuster unter Psychiatern, Hausärzten, Internisten, Physician Associates/Assistants (PAs) und Nurse Practitioners (NPs) sowie Trends zu identifizieren. Design: Es wurde eine observationsbasierte, retrospektive Kohortenstudie zu Medicare Part D-Ansprüchen von 2013 bis 2022 durchgeführt. Die Verschreibungsmuster von Psychiatern wurden mit denen von Nicht-Psychiatern unter Verwendung der National Provider Identifier (NPI) verglichen. Diagnosedaten waren im Datensatz nicht verfügbar. Teilnehmer: Im Jahr 2022 wurden mehr als 32.400 Verschreibungen von Psychiatern für mehr als 36,6 Millionen Medicare Part D-Ansprüche für verschiedene Medikamente eingereicht. Hauptmaßnahmen: Die Anzahl der Verschreiber und Medikamentenansprüche wurde analysiert, um die am häufigsten von Psychiatern verschriebenen Arzneimittel zu bestimmen. Die Gesamtzahl der Verschreibungen von Psychiatern und Trends wurden mit denen von Hausärzten, PAs und NPs verglichen. Wichtige Ergebnisse: Hausärzte schrieben 2022 mehr als 55 Millionen Verschreibungen aus, fast doppelt so viele wie Psychiater. Zwischen 2013 und 2022 zeigten die Verschreibungen von PAs und NPs einen starken Aufwärtstrend. Im Jahr 2020 übertrafen die Annahmen von NPs die der Psychiater, und bis 2022 überstiegen sie die der Internisten. Schlussfolgerungen: Die Ansprüche von NPs stiegen von 8,6 % auf 24,8 %, während die Ansprüche der Psychiater von 24,4 % auf 18,0 % fielen. Ab 2023 machen NPs und PAs einen signifikanten Anteil der Arbeitskräfte aus, die Lücken in der psychiatrischen Medikamentenversorgung für Medicare-Patienten schließen.
Hooker et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.