Hintergrund/Ziele: Mukoviszidose (CF) ist eine genetische Erkrankung mit einer in den letzten Jahren steigenden Lebenserwartung. Daher ist die Auseinandersetzung mit psychosozialen Aspekten in dieser Population zu einem zunehmend wichtigen Anliegen geworden. Diese systematische Überprüfung in gemischter Methodik hatte zum Ziel, das aktuelle Wissen über die psychosozialen Aspekte des Lebens mit CF bei Erwachsenen zu aktualisieren. Methoden: Entsprechend den PRISMA-Richtlinien wurde im November 2024 eine Literatursuche in mehreren Datenbanken durchgeführt, darunter Scopus, ScienceDirect, Academic Search Complete, MEDLINE, Supplemental Index, Complementary Index, APA PsycInfo, Business Source Complete, SciELO und das Directory of Open Access Journals über EBSCO. Ergebnisse: Von den 701 abgerufenen Artikeln wurden 24 analysiert, einschließlich insgesamt 2023 Teilnehmern (Durchschnittsalter: 31,2 Jahre; 57,2 % weiblich). Quantitative Ergebnisse identifizierten optimistisches Coping als die häufigste Strategie, die mit einer verbesserten Überlebensrate assoziiert war. Hohe soziale Unterstützung und Dankbarkeit traten als wichtige Faktoren für die Therapietreue und die Lebensqualität auf, während Depressionen das primäre psychische Gesundheitsproblem blieben. Qualitativ hervorgehobene Ergebnisse betonten Bedenken in Bezug auf Übergänge im Erwachsenenleben und finanzielle Belastungen. Die Teilnehmer beschrieben Erfahrungen mit sozialem Stigma und Scham, die mit chronischen Symptomen verbunden waren, und führten oft zu selektiven Offenlegungen, um Diskriminierung zu vermeiden. Schlussfolgerungen: Diese Überprüfung bestätigt, dass psychosoziale Faktoren zentral für die Erfahrung von Erwachsenen mit CF sind, und verschiebt den Fokus über das biologische Überleben hinaus, indem sie Bereiche hervorhebt, die klinische Interventionen erfordern. Mit zunehmender Lebenserwartung muss sich die klinische Versorgung weiterentwickeln, um Interventionen zu integrieren, die diese Faktoren ansprechen, um die psychische Gesundheit und die allgemeine Lebensqualität (QoL) zu verbessern und sicherzustellen, dass die Patienten in den einzigartigen Herausforderungen des erweiterten Erwachsenenalters unterstützt werden.
Griff et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.