Zusammenfassung Ich argumentiere für einen Ansatz zu den Grundlagen der Physik, der die Frage im Titel ins Zentrum stellt, anstatt zu fragen „Was ist der Fall in der Welt?“. Dieser Ansatz, algorithmischer Idealismus, versucht, eine mathematisch strenge, prinzipielle Antwort auf diese Frage sowohl im üblichen empirischen Regime der Physik als auch in einigen exotischeren Regimen der Kosmologie, Philosophie und Science-Fiction (aber möglicherweise bald realen) Technologie zu geben. Ich beginne mit dem Argument, dass die Quantentheorie in ihrer tatsächlichen Praxis und in einigen Interpretationen so verstanden werden sollte, dass sie einem Beobachter sagt, was er als Nächstes zu beobachten erwarten sollte (anstatt was der Fall ist), und dass die Schwierigkeit, diese erstere Frage aus der üblichen „externen“ Perspektive zu beantworten, im Kern persistierender Rätsel wie dem Boltzmann-Hirn-Problem, erweiterten Wigner-Freund-Szenarien, Parfits Teletransportationsparadoxon oder unserem Verständnis der Simulation-Hypothese liegt. Algorithmischer Idealismus ist ein konzeptioneller Rahmen, der auf zwei Postulaten basiert, die mehrere mögliche mathematische Formalisierungen zulassen und in der Sprache der algorithmischen Informationstheorie formuliert sind. Hier gebe ich eine nicht-technische Beschreibung dieser Sichtweise und zeige, wie sie die vorgenannten Rätsel auflöst: Zum Beispiel behauptet sie, dass man niemals darauf wetten sollte, ein Boltzmann-Hirn zu sein, egal wie viele es gibt, dass das Abschalten von Computersimulationen allgemein nicht deren Bewohner beendet, und sie sagt die scheinbare Einbettung in eine objektive Außenwelt als eine ungefähre Beschreibung voraus.
Markus P Müller (Sun,) untersuchte diese Frage.