Zusammenfassung Hintergrund Die Mechanismen, die aggressive Meningeome antreiben, sind wenig verstanden. Angesichts der entscheidenden Rolle des Immunmikroenvironments beim Tumorprogression entwickelten wir einen umfassenden Atlas des Meningeom-Mikroenvironments, um modifizierbare Möglichkeiten zu identifizieren. Methoden Das Immunmikroenvironment von 2.727 Meningeomen wurde mit orthogonalen Methoden profiliert, darunter 24 mittels Massenszytometrie, 24 Einzelzell-RNAseq, 1.437 Bulk-RNAseq, 1.125 DNA-Methylierung, 117 multiplexe Immunfluoreszenz sowie von 5 gepaarten peripheren Blutproben und 10 menschlichen Meningen. Patient-ablösende organotypische Tumorsphäroide (PDOTS) wurden etabliert, um die Wirkung einer STING-Stimulation kombiniert mit Anti-PD-1-Behandlung zu bewerten. Ergebnisse Wir zeigten eine reiche Immuninfiltration in Meningeomen, eine der höchsten unter 34 menschlichen Krebsarten (n = 12.188). Makrophagen dominierten im Meningeom-Mikroenvironment, im Gegensatz zur lymphatischen Dominanz des peripheren Blutes, wobei die Meningen ein intermediäres Immunprofil zwischen Meningeomen und peripherem Blut zeigten. Zellzustände und Phänotypen sowohl von Immun- als auch Tumorzellen verschoben sich während der Tumorprogression, wobei aggressive Meningeome frühere, immunsuppressive Immunzellen und proliferierende Tumorzellen aufwiesen. Mithilfe von ex vivo Meningeom-PDOTS zeigten wir induzierbare Reaktionen auf STING-Aktivierung, gekennzeichnet durch erhöhte Zytokinfreisetzung, die synergistisch mit PD-1-Blockade waren. Schlussfolgerungen Diese Ergebnisse bieten eine umfangreiche Ressource zur zellulären Heterogenität des Meningeom-Mikroenvironments und schaffen ein Rahmenwerk für rationale therapeutische Modellierung und Strategieentwicklung.
Guo et al. (Do,) untersuchten diese Fragestellung.