Extrakranielles Meningeom im Kopf- und Halsbereich sind selten, insbesondere im Kaumuskel- oder infratemporalen Raum ohne intrakranielle Ausdehnung. Wir berichten über einen Fall eines isolierten extrakraniellen Meningeoms, das sich als tiefe Gesichtsmasse darstellte und erfolgreich durch chirurgische Exzision behandelt wurde. Eine 47-jährige Frau stellte sich mit einer dreimonatigen Vorgeschichte einer fortschreitenden Fülle der rechten Gesichtshälfte ohne neurologische Defizite vor. MRT zeigte eine wohl definierte, kontrastverstärkte Läsion mit einer Größe von 2 × 1 cm im rechten Kaumuskelraum, hypointens auf T1 und hyperintens auf T2-Sequenzen. Eine ultraschallgeführte Tru-Cut-Biopsie deutete auf ein Meningeom hin. Die Läsion wurde vollständig über einen intraoral-gingivobukkalen Zugang exzidiert. Die postoperative Genesung verlief ohne Komplikationen. Dieser Fall zeigt, dass Meningeome als extrakranielle Weichgewebemassen im Kaumuskelbereich ohne neurologische Befunde auftreten können. Eine vollständige chirurgische Exzision mit negativen Rändern bietet eine hervorragende Prognose.
Akyüz et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.