Dieser Essay untersucht die theologische Entwicklung des christlichen Martyriums und hebt die Spannungen zwischen klassischen und zeitgenössischen Interpretationen hervor. Anhand von David Tracys Begriff der „Fragmente“ werden Märtyrer als offenbarungserhebliche Fragmente verstanden, die Sünde stören und göttliche Gerechtigkeit und Barmherzigkeit offenbaren. Der Unterschied zwischen „Märtyrern des Bekenntnisses“ und „Märtyrern der Tat“ wird herausgearbeitet, und der Essay wendet aristotelische propter quid und quia Rahmen an, um authentische Fälle zu erkennen. Er schließt mit dem Vorschlag einer parabolischen Logik des Martyriums, die Märtyrer als lebendige Gleichnisse von Gottes Reich in der Geschichte darstellt.
Ryan Duns (Fr.) hat diese Frage untersucht.