Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist durch eine anhaltende Atemwegsobstruktion und chronische Entzündung der Atemwege gekennzeichnet, die traditionell mit inhalierten Bronchodilatatoren und Kortikosteroiden behandelt wird. Ein signifikanter Teil der Patienten zeigt jedoch eine suboptimale Reaktion auf diese inhalativen Therapien, und der Krankheitsverlauf bleibt schwer kontrollierbar. Jüngste Fortschritte im Verständnis der entzündlichen Signalwege, die COPD zugrunde liegen, haben zur Entwicklung biologischer Wirkstoffe geführt, die kritische Zytokine und deren Rezeptoren anvisieren, darunter den IL-4-Rezeptor (IL-4R), IL-5, IL-5-Rezeptor (IL-5R), IL-33, ST2 und thymisches stromales Lymphopoietin (TSLP). Neue Medikamente wie JKN2401, TQC2731 und Tezepelumab zeigen vielversprechendes therapeutisches Potenzial durch die Modulation dieser spezifischen Entzündungsmediatoren. Diese Übersichtsarbeit fasst umfassend die pathophysiologischen Rollen dieser Zytokine bei COPD, den aktuellen Stand der Entwicklung biologischer Arzneimittel, die diese Moleküle anvisieren, sowie die Ergebnisse jüngster klinischer Studien zusammen. Durch die Erläuterung dieser neuartigen therapeutischen Ansätze zielt der Artikel darauf ab, eine theoretische Grundlage und klinische Orientierung für Präzisionsmedizin in der COPD-Behandlung über konventionelle inhalative Therapien hinaus zu bieten.
Song et al. (Do,) untersuchten diese Fragestellung.