Ziele Die letzte Phase der Wurzelkanalbehandlung umfasst die Obturierung des Wurzelkanalsystems, um bakterielle Leckagen zu verhindern und erfolgreiche Ergebnisse sicherzustellen. Während dieses Prozesses besteht jedoch das Risiko einer Extrusion des Dichtungsmittels in vitalen Strukturen wie dem mandibulären Kanal, was zu sensorischen Veränderungen wie Parästhesien führen kann. Fall Dieser Bericht beschreibt einen 40-jährigen weiblichen Fall, der mit einem Kronenbruch und einer periapikalen Läsion an ihrem endodontisch behandelten linken unteren Molaren vorgestellt wurde. Während der Nachbehandlung wurde biokeramisches Dichtungsmittel in den mandibulären Kanal extrudiert. Eine sofortige radiografische Auswertung und die Cone-Beam-Computertomographie bestätigten die Anwesenheit des Dichtungsmittels innerhalb der Unteräste des mandibulären Kanals, obwohl der Hauptkanal nicht betroffen war. Eine konservative Behandlung mit Ibuprofen und Dexamethason führte zu einer Schmerzlinderung, und die Patientin erlitt keine neurologischen Defizite wie Parästhesien. Eine 36-monatige Nachverfolgung ergab eine erfolgreiche Heilung der periapikalen Läsion und eine Absorption des extrudierten Dichtungsmittels. Fazit Dieser Fall unterstrich die Bedeutung präziser endodontischer Techniken zur Verhinderung der Dichtungsmittel-Extrusion und zeigte das Potenzial des konservativen Managements bei Fällen von Dichtungsmittel-Extrusion in die Unteräste des inferioren alveolären Nervs.
Zargar et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.