Zusammenfassung Implantat-assoziierte Sarkome sind selten, aber gut bekannte Komplikationen nach Gelenkersatzoperationen. Periprosthetische Lymphome sind noch seltener und schwer zu diagnostizieren, da sie klinisch aseptische Lockerung oder Gelenkinfektion nachahmen können. Eine 68-jährige Frau, die vor 2 Jahren eine Kniegelenkersatzoperation hatte, stellte sich mit Schmerzen im linken Knie und Oberschenkel vor. Die bildgebenden Befunde waren verdächtig auf ein prosthesis-assoziiertes Sarkom. Eine CT-gesteuerte Biopsie ergab ein diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom, und der Epstein-Barr-Virus-kodierte RNA-Test mittels In-situ-Hybridisierung war negativ. Die Patientin erhielt fünf Zyklen Chemotherapie, und posttherapeutisch zeigten ihre Röntgenaufnahmen eine vollständige Rückbildung des extraossären Weichteilkomponenten im suprapatellaren Rezess und der hinteren Fläche des Femurs. Das Ganzkörper-PET-CT zeigte ebenfalls eine vollständige Rückbildung der metabolisch aktiven Läsion im linken distalen Femur. Die meisten metallischen, implantatassoziierten Lymphome sind mit einer Epstein-Barr-Virus-Infektion assoziiert. Nicht-EBV-assoziierte Lymphome sind seltener, und ein hohes Maß an Verdacht sollte in Fällen von Prothesenausfällen aufrechterhalten werden.
Hui et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.