Zusammenfassung Aktuelle Forschungen zur Entwicklungsprosopagnosie (DP) schätzen eine hohe Prävalenzrate in der Allgemeinbevölkerung, jedoch gibt es viele Lücken in der Forschung. Es muss mehr über die Erfahrungen von Menschen mit DP gelernt werden und darüber, wie man es bei Kindern identifiziert. Diese Studie erweiterte mittels reflexiver thematischer Analyse das Verständnis über die Erfahrungen von zwölf Erwachsenen mit selbstberichteter DP, die in ihrer Kindheit Freundschaften schlossen und aufrechterhielten. Es wurden vier Themen identifiziert: Bewältigungsstrategien, psychosoziale Folgen, Gefühle und Ratschläge für andere. Es gab drei Bewältigungsstrategien, die unterschiedlich erfolgreich bei der Bildung von Freundschaften und in den psychosozialen Konsequenzen waren. Für viele war die Kindheit eine äußerst herausfordernde Zeit, in der sie sich unwohl fühlten, weil sie Identifikationsangst hatten. Die Arbeit schlussfolgert, dass diese Ergebnisse genutzt werden sollten, um Fachleuten zu zeigen, wie sie DP identifizieren können und erfolgreiche Bewältigungsstrategien zur Bildung und Aufrechterhaltung von Freundschaften verwenden können.
Alison Shorer (Thu,) hat diese Frage untersucht.