DIE ZUSAMMENFASSUNG Diese Studie untersuchte die Entwicklungsbahnen der motorischen Kreativität bei 120 arabisch-israelischen Kindern im Kindergarten, in der ersten und zweiten Klasse (M Altersdurchschnitt = 7,06, SD = 0,87; 47 % Mädchen) mit jeweils 40 Teilnehmern in jeder Gruppe und konzentrierte sich auf drei zentrale Dimensionen: Fluency, Originalität und Vorstellungskraft. Motorische Kreativität wurde als multidimensionale Fähigkeit konzipiert, die die Fähigkeit der Kinder widerspiegelt, neuartige, flexible und adaptive Bewegungslösungen zu generieren. Kreative Bewegung wurde mithilfe von Thinking Creatively in Action and Movement (TCAM), einem standardisierten Test für kreative Ausdrucksformen durch Bewegung, bewertet. Die Ergebnisse zeigten signifikante Entwicklungsunterschiede zwischen den Klassenstufen. Originalität und totale Kreativitätswerte waren bei Zweitklässlern signifikant höher als bei Erstklässlern, was darauf hindeutet, dass formale Schulbildung und zunehmende motorische Kompetenz den kreativen Ausdruck fördern können. Die Vorstellungskraft verlief einem nicht-linearen Verlauf, wobei Kindergartenkinder die höchsten Werte erzielten, ein Rückgang in der ersten Klasse stattfand und sich in der zweiten Klasse teilweise erholte, was Entwicklungsverschiebungen vom explorativen Spiel hin zu strukturierten Lernumgebungen widerspiegelt. Die Fluency zeigte einen nicht signifikanten Trend über die Klassenstufen. Korrelationsanalysen zeigten starke Zusammenhänge zwischen Fluency, Originalität und Vorstellungskraft und bekräftigten die motorische Kreativität als kohärentes Konstrukt. Alter und Geschlecht waren nicht signifikant mit den Kreativitätswerten assoziiert, was unterstreicht, dass individuelle Fähigkeiten und Umweltkontexte, vielmehr als demografische Faktoren, die kreative Entwicklung prägen. Diese Ergebnisse betonen die motorische Kreativität als dynamische, kontextsensitive Fähigkeit und heben die Notwendigkeit frühe Bildungsumgebungen hervor, die fantasievolles Spiel mit strukturierten Gelegenheiten zur motorischen Verfeinerung und kreativen Problemlösung in Einklang bringen, insbesondere während der Übergangszeit zur formalen Schulbildung.
Ghanamah et al. (Do,) studierten diese Frage.