Die quasi-biennale Oszillation (QBO) der Erde ist ein natürliches Beispiel für die Wechselwirkung von Welle und Mean Flow und entspricht den alternierenden Windrichtungen in der äquatorialen Stratosphäre. Sie resultiert aus internen Schwerewellen (IGWs), die in der zugrunde liegenden konvektiven Troposphäre erzeugt werden. In Sternen wird eine ähnliche Situation vorhergesagt, bei der die Wechselwirkung einer stabil geschichteten Strahlungszone und einer konvektiven Zone auftritt. In diesem Kontext untersuchen wir die Dynamik dieses umkehrenden Mean Flow, indem wir eine stabil geschichtete Hülle und einen konvektiv instabilen Kern in polarer Geometrie modellieren. Hier erfolgt die Kopplung zwischen den beiden Zonen selbstkonsistent, und durch Konvektion erzeugte IGWs führen zur Bildung eines umkehrenden azimutalen Mean Flow in der oberen Schicht. Wir charakterisieren die Mean Flow-Oszillationen anhand ihrer Perioden, Geschwindigkeitsamplituden und Regelmäßigkeit. Trotz eines kontinuierlichen breiten Spektrums von IGWs zeigt unsere Arbeit eine gute qualitative Übereinstimmung mit dem monochromatischen Modell von Plumb & McEwan (1978, J. Atmos. Sci. vol. 35, no. 10, pp. 1827–1839). Während letzteres ursprünglich im Kontext der QBO der Erde entwickelt wurde, könnte unsere Studie für dessen stellare Entsprechung in massereichen Sternen relevant sein, die konvektive Kerne und strahlende Hüllen beherbergen.
Daniel et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.