Diese Arbeit untersucht die Konsumreaktion deutscher hand-to-mouth (HtM) Haushalte auf hypothetische, transitorische Einkommensschocks, um eine zielgerichtete Fiskalpolitik zu erleichtern. Auf der Grundlage eines Zwei-Vermögensgüter-Lebenszyklusmodells von Kaplan et al. (2014) werden Haushalte anhand ihrer liquiden und illiquiden Vermögenswerte klassifiziert. Drei Haushaltstypen entstehen: poor, wealthy und non HtM Haushalte. Die Konsumreaktion jeder Gruppe wird durch die Auswertung einer Household Finance and Consumption Survey (HFCS)-Frage abgeleitet. Entgegen den Prognosen des zugrunde liegenden Modells zeigen poor HtM Haushalte (0,57) eine deutlich höhere Konsumreaktion als wealthy HtM (0,49) und non HtM Haushalte (0,48). Die Diskrepanz zwischen theoretischen Annahmen und empirischen Befunden wird in Teilen darauf zurückgeführt, dass entgegen der homothetischen Einkommensdarstellung des zugrunde liegenden Modells Log-Einkommen ein signifikanter und unabhängiger Treiber deutscher Konsumreaktionen ist. Die Arbeit identifiziert verschiedene demografische und portfoliobezogene Merkmale deutscher poor HtM Haushalte, die eine entsprechende fiskalpolitische Ausrichtung unterstützen können.
Luis Kasim Samuel Wunder (Wed,) studied this question.