Brassica-Kulturen (Gattung Brassica) sind weltweit wichtige Gemüse- und Ölsaaten, sehen sich jedoch kontinuierlich Insektenschädlingen ausgesetzt, die Ertrag und Qualität mindern. Während klassische physiologische und chemische Abwehrmechanismen wie das Glucosinolat-Myrsoinase-System gut dokumentiert sind, beginnen jüngste Fortschritte in der Genomik und Molekularbiologie, die genetische Grundlage der Insektenresistenz bei Brassica-Arten aufzudecken. Bemerkenswert ist, dass aufkommende Beweise die zentrale Rolle der Jasmoninsäure (JA)-Signalisierung und des Transkriptionsfaktors MYC2 als Hauptregulator der induzierbaren Abwehrreaktionen hervorheben, bei denen der stressinduzierte Abbau von JAZ-Repressoren MYC2 freisetzt, um downstream Abwehrgene und die Biosynthese sekundärer Metaboliten zu aktivieren. Diese Übersicht fasst das aktuelle Verständnis der Abwehrmechanismen in Brassica gegen Herbivoren zusammen, hebt identifizierte Resistenzgene und deren funktionale Rollen hervor und untersucht die Wissenslücken, die den Fortschritt im molekularen Züchtungsbereich behindern. Wir erkunden dann zukünftige molekulare Ansätze, einschließlich Hochdurchsatz-Omics, Genbearbeitung und Resistenzgen-Mining, die vielversprechend für die Entwicklung langlebiger insektenresistenter Brassica-Sorten sind. Nach unserem Kenntnisstand sind wichtige Insektenresistenzloci im Vergleich zu pathogenen Resistenzloci relativ selten. Wir plädieren für integrierte Strategien, die klassische Zucht, Biotechnologie und ökologische Bewirtschaftung kombinieren, um die Entwicklung resilienter Brassica-Germplasma zu beschleunigen.
Xu et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.