In gewisser Hinsicht ist die Erfahrung von Schönheit gegenstandslos. Offensichtlich nur in gewisser Hinsicht: Denn die Erfahrung macht offensichtlich einige Objekte manifest – nämlich das Objekt, das als schön empfunden wird. Ein Objekt schön zu finden bedeutet jedoch, dass es irgendwie, gegeben die Juxtaposition seiner materiellen Elemente, etwas über das Vorstellbare hinaus ausdrückt, was uns somit zu etwas hinlenkt, das niemals als Objekt der Erfahrung gegeben werden könnte. Kant behauptete daher, dass Schönheit letztlich die angeblich übersinnliche Grundlage allen Seins ausdrückt, was die Gefühl des Sinns und der Ruhe erklärt, das durch die Erfahrung von Schönheit erzeugt wird. Levinas, der solche Gedanken weiterentwickelt, nennt dies einen Ausdruck des Heiligen. Levinas sorgt sich jedoch um unsere Wertschätzung der Schönheit: Denn wenn das Heilige, wie er argumentiert, ein anscheinend nicht manifestierbares mystisches oder metaphysisches Absolutes offenbart, als wäre es mit den materiellen Kräften, die Wesen durchdringen und zugrunde liegen, eins, dann stellt die Ruhe der Schönheit letztlich die moralische Selbstzufriedenheit einer Offenbarung dar, dass alles auf irgendeiner „tieferen Ebene“ in Ordnung ist. Im Gegensatz dazu repräsentiert das Heilige, das sich in der Beziehung zu einem anderen offenbart und das Levinas dem Heiligen gegenüberstellt, eine andere Unmanifestierbarkeit – des Anderen als solchem und der unendlichen Verantwortung, derer der Aufruf des Anderen einen unterwirft, indem er einen absolut dezentriert – doch diese Begegnung, statt Selbstzufriedenheit einzuladen, stellt uns unaufhörlich in Frage. Im Folgenden kläre ich Levinas’ Position, indem ich sein Verständnis von Schönheit und seinen Anspruch, dass Schönheit ein unmanifestierbares Heiliges manifestiert, erläuter und dann die Unterscheidung von Levinas zwischen Heiligem und Heiligem bespreche sowie seine Sorgen über das Heilige erörtere. Ich schließe mit der Diskussion der Vorsicht, die er glaubt, sollten wir in der Wertschätzung von Schönheit walten lassen, aber auch der Dringlichkeit letztere, eine Überlegung, die helfen kann, Probleme in der Levinas-Forschung sowie aktuelle Debatten über den moralischen Wert von Kunst zu lösen.
Matthew Coate (Mi,) hat diese Frage untersucht.