Zusammenfassung: Dieser Artikel untersucht die verknüpften Dynamiken von Nationalismus, Geschlecht und Rasse im kommerziellen koreanischen Kino des 21. Jahrhunderts, mit besonderem Fokus auf die Blockbuster-Serie The Roundup. Es wird argumentiert, dass diese Filme, obwohl sie als Icons des Erfolgs des "koreanischen Blockbusters" gefeiert werden, eine problematische Form des "K-Nationalismus" reproduzieren – eine selbstzufriedene Vision Südkoreas als fortschrittliche Nation, die andere im Prozess marginalisiert. Die Analyse beginnt mit der Kritik an einer Werbung für den Hyundai Sonata, die ihr imperialistisches Metapher als symptomatisch für ein breiteres nationales Amnesie hinsichtlich der ausbeuterischen Vermächtnisse sogenannter fortschrittlicher Nationen interpretiert. Diese nationale Selbstzufriedenheit zeigt sich auch in jüngsten Filmen wie Escape from Mogadishu und The Point Men, die koreanische Überlegenheit auf den globalen Süden projizieren und oft Koreaner als Retter in "barbarischen" ausländischen Settings darstellen. Der Artikel konzentriert sich auf The Roundup und untersucht, wie der Protagonist der Serie, Ma Seok-do, eine hypermaskuline "Männerwelt" verkörpert, in der physische Dominanz Ordnung definiert, Frauen nahezu abwesend sind und rassistische Hierarchien bestehen bleiben. Anfangs werden Joseonjok (koreanisch-chinesische) Charaktere dämonisiert, später werden sie südkoreanischen Männern untergeordnet, während südostasiatische Charaktere weitgehend unsichtbar bleiben – was eine rassifizierte Struktur im koreanischen nationalen Kino offenbart. Im letzten Abschnitt richtet sich der Artikel an den post–#MeToo "Feminismus-Reboot" in Südkorea und führt eine feministische Gegen-Narrative ein, die männlich dominierte und rassistisch exklusive filmische Diskurse herausfordert. Durch die Analyse dieser Filme im Hinblick auf Geschlecht und Rasse fragt der Artikel, wie das südkoreanische nationale Kino hegemoniale Visionen nationaler Identität in einer Ära sich wandelnder sozialpolitischer Strömungen konstruiert, durchsetzt und gelegentlich stört.
Jay Hee-jeong Sohn (Mon,) untersuchte diese Frage.
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