Zusammenfassung: Während europäische Länder zu Brennstoffen mit geringerem Einfluss auf den Klimawandel übergehen, können sich verschiedene Herausforderungen ergeben. Elektrolytischer Wasserstoff steht im Mittelpunkt geplanter Entwicklungen in Transport und Industrie, aber die großflächige Wasserstoffproduktion könnte energie- und umwelttechnische Konsequenzen haben. Hier simulieren wir die standortspezifische Wasserstoffnachfragedistribution für Europa im Jahr 2050, um mögliche Auswirkungen auf lokale Wasserverbrauchsrisiken, die Zusammensetzung und Kosten der regionalen Stromerzeugung sowie die gesamte Flächennutzung zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen, dass etwa 20 % des jährlichen Wasserverbrauchs für die Wasserstoffproduktion in Gebieten mit "extrem hohem" projiziertem Risiko von Wasserstress simuliert werden, und lokaler Wasserstress, verursacht durch Wasserstoffproduktion, könnte ernsthaft werden. Eine weit verbreitete Verwendung von Elektrolytwasserstoff erfordert hohe Investitionen in die Stromerzeugung, aber die Auswirkungen auf die Grenzkosten der Stromversorgung für Verbraucher könnten gering sein. Das für die Wasserstoffproduktion oder E-Fuels erforderliche Stromerzeugungssystem würde weniger Land benötigen als der Anbau von Biomasse für Biokraftstoffe. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit koordinierter politischer Maßnahmen, um sicherzustellen, dass der Einsatz von Wasserstoff mit der Verfügbarkeit von Wasser vor Ort, der Entwicklung des regionalen Stromsystems, den Flächenbeschränkungen und den umfassenderen Nachhaltigkeitszielen übereinstimmt.
Löfving et al. (Donnerstag) untersuchten diese Frage.