Das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) initiiert die Infektion durch sequenzielle Wechselwirkungen mit Wirtsrezeptoren, doch die frühen transkriptionalen Reaktionen, die die HSV-vermittelte Iritis steuern, sind noch unzureichend verstanden. Angesichts der klinischen Belastung durch HSV-induzierte anteriore Uveitis und des Mangels an gezielten Therapien haben wir uns zum Ziel gesetzt, die anfängliche Wirtsreaktion auf die Infektion zu definieren. Wir führten eine temporale transcriptomische Profilierung primärer menschlicher Iris-Stromazellen (HIS) bei 1, 3 und 6 Stunden nach der Infektion durch. HSV-1 führte zu schnellen und umfassenden Veränderungen der Genexpression, mit früher Aktivierung der Signalwege IL-17, TNFα, MAPK und NF-κB, die alle mit Entzündungs- und Stressreaktionen assoziiert sind. Zu späteren Zeitpunkten wurden Signalwege, die mit der epithelial-mesenchymalen Transition und dem G2/M-Checkpunkt verbunden sind, hochreguliert, neben einer anhaltenden entzündlichen Signalgebung, was auf ein Gleichgewicht zwischen der Integrität des Stroma und Anpassung an Stress hindeutet. Bildgebende Studien, zusammen mit transcriptomischen Daten, zeigten eine Modulation der HS3ST-Enzyme und einen entsprechenden Verlust von Heparansulfat und Syndekan. Diese transkriptionalen Dynamiken spiegeln die in HSV-1-induzierter Keratitis beobachteten wider, was auf eine konservierte okulare Reaktion über Zelltypen hinweg hinweist. Durch die Kartierung dieser frühen Ereignisse identifiziert diese Studie potenzielle molekulare Ziele für Therapien zur Minderung von Entzündungen während der HSV-induzierten Iritis.
Elste et al. (Do,) untersuchten diese Frage.