Diese Forschung untersucht den aktuellen politischen Rahmen, durch den die Europäische Union versucht, Desinformation entgegenzuwirken, und verortet diese Agenda innerhalb der breiteren Herausforderungen, die durch den anhaltenden demokratischen Rückschritt entstehen. Der Fokus liegt auf der regulatorischen Architektur der Medien der EU und behandelt die institutionellen und normativen Kapazitäten von Kandidatenländern wie Serbien, um eine Angleichung zu erreichen. Der angewandte theoretische Rahmen konzeptualisiert die Desinformation im Kontext der gegenwärtigen Prozesse des demokratischen Rückschritts und des Wachstums der Autokratisierung. Die Analyse beleuchtet außerdem die regulatorischen Herausforderungen, die im Kontext aktueller Autokratisierungsprozesse entstehen. Die Studie wird von zwei zentralen Forschungsfragen geleitet: (1) Was sind die Hauptprobleme, die mit der Definition und Umsetzung von Desinformationsbekämpfungsstrategien innerhalb der EU und Serbiens verbunden sind? (2) Wie formen Unterschiede in den politischen Systemen die jeweiligen Ansätze zur Bekämpfung von Desinformation? Das Forschungsdesign kombiniert theoretische Quellenanalyse mit beschreibenden Vergleichsmethoden. Das Papier skizziert die wesentlichen Hindernisse, die Serbiens Angleichung an den sich entwickelnden regulatorischen Rahmen der EU für Medien behindern. Darüber hinaus heben die Ergebnisse mehrere kontextuelle Muster hervor, die die Ansätze zur Desinformation in den EU-Mitgliedstaaten und Serbien prägen.
Milutinović et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.