Eine chronische nicht heilende Wunde ist durch unzureichenden Heilungsfortschritt gekennzeichnet, typischerweise definiert als <40–50% Verschluss nach vier Wochen angemessener Behandlung. Sie stellt eine erhebliche Herausforderung für medizinisches Fachpersonal dar. Die allgemein akzeptierte Häufigkeit signifikant verzögerter Wundheilung, die in der medizinischen Literatur gefunden wird, liegt bei 2–5%. Diese Erkrankung kann mit Dushta vrana (~nicht heilende/verfaulte Wunde) korreliert werden, die in der Ayurveda-Literatur erwähnt wird. Ayurveda hat vielversprechende Ansätze zur Behandlung solcher Zustände aufgrund seines umfassenden Ansatzes. Sushruta Samhita beschreibt Shashti upakramas (~sechzig therapeutische Maßnahmen) zur Behandlung von Wunden. Zu diesen gehören Kashaya (~Dekokt), Varti (~mediziniertes Docht), Kalka (~Paste), Ghrita (~geklärte Butter), Taila (~Öl), Rasakriya (~konzentrierte dickflüssige Substanz), Churna (~Pulver), die zum Zweck von Vrana shodhana (~Wundreinigung) und Vrana ropana (~Wundheilung) erwähnt werden. Ein 23-jähriger Mann suchte medizinische Hilfe aufgrund einer nicht heilenden Wunde nach der chirurgischen Entfernung eines Pilonidalsinus. Bei sorgfältiger Untersuchung wurde die Diagnose Dushta vrana gestellt. Die Behandlung wurde gemäß den in der Sushruta Samhita genannten Prinzipien individualisiert. Die Wunde wurde durch regelmäßige Spülung mit Nimba patra kashaya (~Dekokt aus den Blättern von Azadirachta indica A.Juss.) behandelt, gefolgt von einer Wundauflage mit Nimbadi kalka sowie individuell angepasstem internem Medikament über einen Zeitraum von 30 Tagen. Der vollständige Verschluss der Wunde wurde innerhalb dieses Zeitrahmens ohne Komplikationen erreicht.
Kulkarni et al. (Donnerstag) haben diese Frage untersucht.