Lieferantenmanagement ist ein kritischer und vielschichtiger Entscheidungsprozess in der Lieferkette, der in unsicheren Umgebungen noch herausfordernder wird. Die zunehmende Globalisierung und Störungen in Lieferketten haben den Bedarf an Resilienz über alle Komponenten der Lieferkette hinweg hervorgehoben. Die Erkenntnis, dass die Aufrechterhaltung der Kontinuität der Lieferkette während störender Ereignisse entscheidend ist, hat den Fokus der Unternehmen auf die Priorisierung der Auswahl resilienter Lieferanten verschoben. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, schlägt diese Studie ein mehrstufiges stochastisches Rahmenwerk zur resilienten Lieferantenauswahl und Auftragsvergabe vor, das operative und Störungsrisiken berücksichtigt. Im ersten Schritt wird ein Resilienzscore für jeden Lieferanten berechnet, um den Resilienzindex für das Lieferantenportfolio basierend auf wichtigen Resilienz-Kriterien zu bestimmen. Die zweite Stufe umfasst die Formulierung eines stochastischen Lieferantenportfoliomodells für mehrere Produkte und Ziele, das mehrere praktische Einschränkungen in Form von Zufallseinschränkungen berücksichtigt. In der letzten Stufe wird das vorgeschlagene stochastische Modell des resilienten Lieferantenportfolios gelöst, indem es in sein deterministisches Äquivalent umformuliert wird. Die vorgestellte Methodik ist vorteilhaft, da sie sowohl operative als auch Störungsrisiken berücksichtigt. Die vorgeschlagene Methodik wird anhand einer numerischen Fallstudie aus der Pharmaindustrie veranschaulicht, und Sensitivitätsanalysen werden durchgeführt, um die Robustheit des Modells und des Lösungsansatzes zu bewerten. Diese Studie präsentiert ein umfassendes Rahmenwerk zur Verbesserung der Lieferantenauswahl in den Abläufen der Lieferkette durch Integration von Resilienz und Risikominderung innerhalb des Modells des Lieferantenportfolios.
Sahu et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.