Diese Studie untersucht die doppelte Rolle von organisatorischem Spielraum bei der Prägung des Managerverhaltens, indem sie dessen Einfluss auf das Gewinnmanagement analysiert. Anhand einer großen Stichprobe von 89.782 Unternehmensjahresbeobachtungen von an US-Börsen gelisteten Unternehmen von 1991 bis 2022 stellen wir fest, dass Unternehmen mit größerem Spielraum im Allgemeinen weniger geneigt sind, an Gewinnmanipulationen teilzunehmen. Wir interpretieren diese Ergebnisse durch die Linse der ressourcenbasierten Perspektive (RBV), die einen Blick darauf bietet, wie Spielraum als strategische Ressource die Entscheidungen der Manager beeinflussen kann. Genauer gesagt, da der Spielraum kurzfristigen Leistungsdruck verringert, ermöglicht er es den Managern, die langfristige Wertschöpfung gegenüber opportunistischer Berichterstattung zu priorisieren. Die Zerlegung des Spielraums in seine Komponenten offenbart nuancierte Muster: Sein Effekt auf reales Gewinnmanagement ist über die Unternehmen hinweg robust, während sein Einfluss auf diskretionäre Rückstellungen hauptsächlich in Unternehmen mit starken Anreizen für das Management signifikant ist. Zusammen verbessern diese Ergebnisse unser Verständnis dafür, wie Ressourcenflexibilität die Finanzberichterstattung von Unternehmen prägt. Jel-Klassifikation: G32; G34; M41
YC et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.