Wir beschäftigen uns mit dem grundlegenden Mysterium der Quantenmechanik: dem Ursprung der Wahrscheinlichkeit und der Natur der Wellenfunktion. Die Standard-Quantenmechanik postuliert die probabilistische Natur der Realität über die Born-Regel, ein Axiom ohne tiefergehenden physikalischen Ursprung. In dieser Arbeit schlagen wir eine deterministische und geometrische Grundlage für quantenphänomen vor. Wir nehmen an, dass die 4D-Wellenfunktion die Grenzmanifestation (holographische Projektion) eines fundamentalen, klassischen 5D-komplexen Feldes ist, das von einer deterministischen Wellen-Gleichung im Bulk gesteuert wird. Durch die Lösung dieser 5D Wellen-Gleichung mittels Kaluza-Klein-Zerlegung leiten wir sowohl die Schrödinger- als auch die Klein-Gordon-Gleichungen für das 4D-Feld rigoros ab. Entscheidend ist, dass wir zeigen, dass die Born-Regel (P=∣ψ∣2P=∣ψ∣2) natürlich als die Interaktionswahrscheinlichkeit emergiert, die proportional zur Intensität der auf der Brane erhaltenen Noether-Ladungsdichte des 5D-Feldes ist. Wir gehen ausdrücklich auf die Konsistenz mit Bells Theorem ein, indem wir die ER=EPR-Korrespondenz heranziehen und argumentieren, dass die nicht-triviale Topologie des Bulks eine geometrische Basis für quantenhafte Nicht-Localität bietet. Das Messproblem wird als ein physikalischer Prozess der durch Gravitation induzierten Lokalisation gelöst. Dieses Rahmenwerk ersetzt die beobachterabhängige Realität der Kopenhagener Interpretation durch ein nicht-lokales, deterministisches und objektives geometrisches Modell und legt nahe, dass die Quantenwahrscheinlichkeit kein fundamentales Axiom, sondern ein emergentes Merkmal ist, das aus der Beobachtung einer deterministischen 5D-Realität aus einer 4D-Unterschleife resultiert.
Giovanni Frisina (Do,) untersuchte diese Frage.