Dieser Artikel präsentiert eine vergleichende historische und Diskursanalyse von Hitlerismus in den 1920er–1930er Jahren sowie Trumpismus und Bolsonarismus in den 2010er–2020er Jahren. Durch die Untersuchung ihrer Rhetorik und Handlungen wird auf dauerhafte ideologische Kontinuitäten hingewiesen, die in Gegenaufklärung-Weltanschauungen verwurzelt sind, mit klaren Einflüssen von Traditionalismus und Faschismus, die über ihre populistischen Taktiken hinausgehen. Die Forschung umfasste Primärquellen wie Reden, Erklärungen und Medienberichterstattung sowie Sekundärliteratur. Die Studie hebt hervor, wie ihre Taktiken dazu beitragen, die Demokratie zu untergraben und autoritäre Macht zu konsolidieren. Der Artikel untersucht kritisch den übermäßigen Gebrauch des Begriffs Populismus und argumentiert, dass er tiefere supremacistische, fundamentalistische und autoritäre Elemente obscurert, die sowohl bei historischen als auch bei modernen rechtsextremen Bewegungen häufig anzutreffen sind. Letztendlich unterstreicht die Analyse die Notwendigkeit eines nuancierten, historisch informierten Rahmenwerks, um aktuelle reaktionäre Politik zu verstehen und damit umzugehen. Sie fordert weitere Forschungen zu den ideologischen Verbindungen und transnationalen Netzwerken, die diese Bewegungen unterstützen, und betont die Gefahren, die mit der Normalisierung autoritärer Tendenzen unter simplistischen Kategorisierungen verbunden sind.
Cesar A. Zanin (Thu,) hat diese Frage untersucht.