Hintergrund: Die intrapleurale Enzymtherapie (IET) wird häufig bei Pleurainfektionen eingesetzt, einschließlich komplizierter parapneumonischer Ergüsse (CPPE) und Empyem; jedoch bleibt die Rolle des Salinlavage allein oder in Kombination mit IET ungewiss. Methoden: Die SCOPE-Studie war eine zweizentrische, prospektive, randomisierte Überlegenheitsstudie, die darauf abzielte zu bestimmen, ob Salinlavage allein oder kombiniert mit IET überlegen war gegenüber IET allein bei Erwachsenen mit Pleurainfektion. Patienten wurden im Verhältnis 1:1:1 randomisiert zu Salinlavage allein, Salinlavage plus IET (Urokinase und DNase) oder IET allein. Patienten und Auswerter waren gegenüber der Behandlung allocation verblindet. Der primäre Endpunkt war die Dauer der pleuralen Drainage. Sekundäre Endpunkte umfassten radiographische Resolution, den Bedarf an zusätzlichen Interventionen, die Länge des Krankenhausaufenthalts, die Sterblichkeit und unerwünschte Ereignisse. Ergebnisse: Neunundachtzig Patienten wurden analysiert (Salin, n=30; Salin+IET, n=30; IET, n=29). Die Basismerkmale waren zwischen den Gruppen weitgehend ähnlich. Die mediane Drainagedauer war mit Salinlavage allein länger (4,0 Tage IQR 3,0–6,75) als mit IET allein (3,0 Tage 2,0–4,0, p=0,01) oder Salin+IET (3,0 Tage 3,0–3,75, p=0,01). Es wurde kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden IET-haltigen Regimen beobachtet (p=0,24). Sekundäre Ergebnisse zeigten keinen klaren Vorteil für Salinlavage allein oder in Kombination mit IET. Schlussfolgerungen: Bei Pleurainfektionen führt Salinlavage allein zu einer längeren Drainagedauer als IET. In dieser kleinen Überlegenheitsstudie zeigte die Hinzufügung von Salinlavage zu IET keinen klinisch signifikanten Vorteil gegenüber IET allein.
Porcel et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.