Dieser Artikel schlägt vor, dass Drogen einen entscheidenden Standpunkt bieten, durch den die Geschichte der kapitalistischen Moderne und ihre Auswirkungen auf unsere Subjektivität in materialistischen Begriffen betrachtet werden können. Im Gegensatz zur Ansicht, dass die sozioökologischen Pathologien der Moderne aus ihrem vermeintlich wissenschaftlichen und konsumistischen Materialismus stammen, argumentiert er, dass ihre treibende Kraft in Wirklichkeit spiritueller Natur ist – nämlich das kapitalistische Gesetz des abstrakten Wertes. Dieses Gesetz kommt in Form von Gottes Gebot, die Erde zu unterwerfen und zu verbessern, und zieht Materie in globale wirtschaftliche Kreisläufe, die sie verwandeln, um ihren immateriellen Imperativen zu entsprechen. Diese Transformation findet Ausdruck in der abstrakten Sichtweise psychoaktiver Pflanzen als bloße Chemikalien und in ihrer Verwendung, um unsere Körper zu verändern und unser Bewusstsein an das Kapital anzupassen. Glücklicherweise kann die alchemistische Fähigkeit von Drogen, Erfahrung und Identität zu transformieren, auch dazu eingesetzt werden, kapitalistische Normen herauszufordern, wer als richtig menschlich gilt. Dieses queer Potential von Drogen zu erkennen, geschieht durch eine Neubewertung von Drogen, Konsumformen und Nutzern, die als „Andere“ von legalen Drogenregimen ausgeschlossen werden, denn dort können wir Inspiration finden, die Welt unter dem leitenden Wert der Fürsorge statt des Profits neu zu gestalten.
Mateo Sánchez Petrement (Sun,) hat diese Frage untersucht.