Die arterielle Thrombektomie (AT) ist ein Eckpfeiler in der Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls (AIS) aufgrund einer großen Gefäßverschlusses. Der optimale therapeutische Zeitraum und die beste Behandlungsstrategie für Patienten, die nach dem konventionellen Zeitraum von 4,5 Stunden vorgestellt werden, bleiben jedoch aktive Forschungs- und Diskussionsbereiche. Diese retrospektive Kohortenstudie hatte zum Ziel, den Einfluss des Zeitpunktes der AT auf die Genesung bei AIS zu analysieren. Wir haben retrospektiv 117 AIS-Patienten ausgewertet, die zwischen Januar 2021 und Januar 2023 aufgenommen wurden. Die Teilnehmer wurden in 3 Gruppen eingeteilt: frühe AT (Beginn bis AT < 4,5 Stunden), späte AT (Beginn bis AT ≥ 4,5 Stunden) und späte AT + intravenöse Thrombolyse (IT). Verglichene Ergebnisse umfassten klinische Wirksamkeit, Scores der National Institutes of Health Stroke Scale (NIHSS), serumlevel von neurotrophen Faktoren, Gehirn-abgeleiteter neurotropher Faktor, vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor, verbleibende Stenose, Gefäß-Reokklusion, 3-Monats-Mortalität und Komplikationen nach 1 Monat. Die Gesamtwirksamkeitsrate war in den frühen AT- und späten AT + IT-Gruppen höher als in der späten AT-Gruppe. Die NIHSS-Werte vor der Behandlung und die serum neurologischer Marker waren in allen Gruppen vergleichbar. Nach der Behandlung wiesen die Gruppen frühe AT und späte AT + IT signifikant niedrigere NIHSS-Werte, höhere serumlevel von neurologischen Markern und eine verbesserte Behandlungseffizienz im Vergleich zur späten AT-Gruppe auf. Prognosebezogene Marker zeigten ebenfalls bessere Ergebnisse in diesen 2 Gruppen. Zusätzlich waren Komplikationen wie mukokutane Ekchymosen, gastrointestinales Blutungen und intrakranielle Blutungen in den Gruppen frühe AT und späte AT + IT signifikant reduziert. AT innerhalb von 4,5 Stunden nach Beginn des Schlaganfalls verbessert die Wirksamkeit, reduziert neurologische Verletzungen und verringert Komplikationen. Bei Patienten, die nach 4,5 Stunden vorgestellt wurden, erreicht die Kombination von AT mit IT vergleichbare therapeutische Vorteile.
Yan et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.