Die Transferrinsättigung im Plasma (P-TSAT) beträgt 100 × P-Eisen/P-gesamt Eisenbindungskapazität (P-TIBC). Sie wird weiterhin zur Diagnose von Eisenmangel verwendet, obwohl P-Ferritin als besserer Test gilt. Beide Tests sind empfindlich gegenüber Entzündungen: P-TSAT sinkt und P-Ferritin steigt. Die ungebundene Eisenbindungskapazität im Plasma (P-UIBC), die P-TIBC minus P-Eisen ist, hat eine bessere diagnostische Genauigkeit für Eisenmangel als P-TSAT. Wie P-UIBC auf Entzündungen reagiert, ist jedoch weniger gut bekannt. Wir verwendeten Querschnittsdaten von 21681 Patienten, um zu untersuchen, wie P-UIBC, P-TSAT und P-Ferritin mit P-CRP variieren. In einer Subpopulation von 8928 Patienten ohne Entzündung (P-CRP ≤ 1 mg/L) verglichen wir die diagnostische Genauigkeit von P-TSAT und P-UIBC und nutzten P-Ferritin unter 15, 20 und 30 µg/L als Referenzstandards für Eisenmangel. Wir schätzten auch, welche Werte von P-UIBC und P-TSAT einem P-Ferritin von 15, 20 und 30 µg/L entsprachen. P-UIBC variierte viel weniger mit P-CRP als P-TSAT und P-Ferritin. P-UIBC hatte eine bessere diagnostische Genauigkeit als P-TSAT. Unter Verwendung von P-Ferritin < 20 µg/L als Referenzstandard lagen die Flächen unter den ROC-Kurven bei 0.894 (95% Konfidenzintervall 0.883-0.905) für P-UIBC und 0.850 (0.836-0.864) für P-TSAT. In verschiedenen Altersgruppen lagen die Werte, die einem P-Ferritin von 20 µg/L entsprachen, bei etwa 60 µmol/L für P-UIBC und etwa 20% für P-TSAT. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Berechnung von P-UIBC eine bessere Möglichkeit ist, P-Eisen und P-TIBC zur Diagnose von Eisenmangel zu verwenden als die Berechnung von P-TSAT.
Åsberg et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.