Die Studie untersuchte die Zusammenhänge zwischen Dankbarkeit, Materialismus und nachhaltigem Konsumverhalten (SCB) und erforschte, ob Dankbarkeit als schützender Faktor gegen Konsumismus bei der Jugend fungiert. Mit einem deskriptiv-korrellativen Querschnittsdesign wurden Umfragedaten von 109 philippinischen Studierenden (Mage = 22,2 Jahre; SD = 2,02; Altersgruppe = 18–21 Jahre; 63,3 % weiblich; 70,6 % Haushalte mit mittlerem Einkommen) gesammelt, die angepasste Maße für Dankbarkeit, Materialismus und SCB ausgefüllt haben. Die Ergebnisse zeigten nuancierte Assoziationen zwischen den drei Konstrukten. Auf bivariater Ebene gab es inverse Assoziationen zwischen Dankbarkeit und Materialismus sowie zwischen Materialismus und SCB. Auf multivariater Ebene zeigte eine Mediationsanalyse mit bias-korrigiertem Bootstrapping, dass die indirekte Assoziation zwischen Dankbarkeit und SCB über Materialismus teilweise unterstützt wurde: Höhere Dankbarkeit war mit einer geringeren Unterstützung materialistischer Überzeugungen über Glück verbunden, was wiederum mit einer größeren ökologischen Verantwortung und Fürsorge assoziiert war. Diese Studie schließt eine Lücke in der Literatur, indem sie diese Konstrukte im philippinischen Kontext untersucht. Zudem wird empfohlen, Praktiken zur Förderung von Dankbarkeit zu integrieren und institutionelle Programme zu entwickeln, die das Bewusstsein für Nachhaltigkeit fördern. Insgesamt legt die Studie nahe, dass Dankbarkeit mit niedrigerem Materialismus verbunden ist und indirekt nachhaltigere Lebensstile bei jungen Menschen fördern könnte.
Benavente et al. (2026) untersuchten diese Frage.