Diese Masterarbeit behandelt die Forschungsfrage: „Wie gehen China und Japan bei der Entwicklung von kohlenstoffarmem Wasserstoff in ihren Verkehrssektoren im Kontext der Förderung dekarbonisierter Mobilität vor?“, mit Schwerpunkt auf dem Zeitraum von 2015 bis heute. Auf Basis eines vergleichenden Fallstudiendesigns und des Analysemodells „Motives in Motion“ bewertet die Arbeit Governance, Zertifizierung, Versorgungsstrategie, Anreize, Infrastrukturreife und Marktaufnahme. Die Ergebnisse zeigen zwei unterschiedliche Entwicklungsmodelle. China skaliert Wasserstoffmobilität vor allem über ein planungsgeleitetes, mehrstufiges Governance-System, das Förderinstrumente bündelt, um inländische Versorgung, Betankungskorridore und hoch ausgelastete kommerzielle Flotten aufzubauen, und dabei industriepolitische Maßnahmen nutzt, um lokale Wertschöpfungsketten zu vertiefen. Japan entwickelt sich über einen gesetzeszentrierten Ansatz weiter, der stabile Regeln, Rahmenbedingungen für Förderfähigkeit und Audits sowie langfristige Instrumente zur Risikoabsicherung in Koordination mit der Industrie priorisiert, dabei jedoch strukturell importorientiert bleibt und die Wasserstofflogistik um Hubs und Häfen organisiert. Trotz dieser unterschiedlichen Architekturen verfolgen beide Länder ähnliche Ambitionen—Wasserstoff als Lösung für schwer zu elektrifizierende Verkehrssegmente zu positionieren—doch der Fortschritt wird weiterhin durch dieselben Engpässe begrenzt: hohe Kosten, eine unsichere Nachfrageentwicklung und die Herausforderung, Angebot, Infrastruktur und Markthochlauf sinnvoll zu sequenzieren.
Konstantin Matveenkov (Wed,) studied this question.