Zusammenfassung Reparierbarkeit ist ein Schlüsselaspekt von Strategien der Kreislaufwirtschaft, der zur Produkterhaltung und Ressourceneffizienz beiträgt. Bestehende Bewertungsmethoden bieten jedoch oft nur begrenzte Einblicke in die Produktarchitektur und kombinieren selten visuelle und quantitative Analysen. Diese Studie schlägt einen graphbasierten Modellenansatz zur Bewertungen der Reparierbarkeit vor, der Netzwerkmetriken mit struktureller Visualisierung integriert. Basierend auf EN 45554 wird eine EN 45554-basierte Reparaturmatrix (RM) verwendet, um reparaturbezogene Attribute den Produktkomponenten und ihren Verbindungen zuzuordnen. Diese Attribute werden als Knoten und Kanten innerhalb eines Netzwerks dargestellt, was sowohl die visuelle Exploration als auch die quantitative Analyse der Produktarchitektur ermöglicht. Es wird eine dreistufige Methodologie entwickelt: (i) Strukturierung der Eingabedaten, (ii) graphische Visualisierung mit der Gephi-Software und (iii) analytische Ausgabe. Darüber hinaus wird ein neuartiger graphbasierter Reparaturindex (RI) eingeführt, um die Reparierbarkeit auf Systemeebene zu quantifizieren. Der Ansatz wird durch eine eingehende Fallstudie einer Kapselkaffeemaschine demonstriert. Die Ergebnisse zeigen, dass Graphmetriken wie Grad, Modularität, Exzentrizität und Zwischenscentralität effektiv strukturelle Komplexität, Zugangsbarrieren und kritische Komponenten aufdecken. Die vorgeschlagene Methode bietet einen konzeptionell skalierbaren und interpretierbaren Rahmen, der Reparaturdesignstrategien unterstützt, indem sie Abhängigkeiten von Komponenten hervorhebt und die Demontagelogik optimiert. Insgesamt trägt diese Arbeit zur Entwicklung reparierbarer und nachhaltiger Produktarchitekturen bei, die die Ziele der Kreislaufwirtschaft unterstützen.
Bovea et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.