Zusammenfassung: Die wachsende Bedeutung identitätsbasierter politischer Mobilisierung hat den demokratischen Diskurs in verschiedenen Gesellschaften umgestaltet. Zentral für diese Transformation ist die Politik der Anerkennung, die die Forderung sozialer Gruppen nach Anerkennung, Würde und institutioneller Integration betont. Dieses Papier untersucht die Beziehung zwischen Identität, Macht und politischer Repräsentation durch einen analytischen Rahmen der Anerkennung. Anhand theoretischer Debatten und der indischen Erfahrung wird argumentiert, dass politikbasierte Anerkennung sowohl als emanzipatorischer Mechanismus für historisch marginalisierte Gruppen als auch als Quelle neuer politischer Spannungen fungiert hat. Die Studie ordnet die Identitätspolitik innerhalb breiterer demokratischer Strukturen ein und erforscht, wie Ansprüche auf Anerkennung mit staatlicher Macht, verfassungsmäßigen Prinzipien und repräsentativen Institutionen zusammentreffen. Sie schließt, dass die Politik der Anerkennung zwar die demokratische Teilnahme erweitert hat, ihre Wirksamkeit jedoch davon abhängt, Anerkennung mit umverteilungsgerechter Gerechtigkeit und inklusiver Governance in Einklang zu bringen.
Mallikarjun M. Ambli (Sat,) studierte diese Frage.