Eine fokussierte Literaturübersicht bewertete, ob der Beginn einer therapeutischen Antikoagulation (AC) während oder kurz nach der Krankenhausaufnahme wegen sepsisinduzierter neu aufgetretener Vorhofflimmern (AF) das Schlaganfall- oder Blutungsrisiko beeinflusst. Es wurden vier Beobachtungsstudien identifiziert. Keine von ihnen zeigte eine signifikante Reduktion des Schlaganfallrisikos mit AC, und eine große Studie fand einen paradoxen Anstieg der Schlaganfälle bei Patienten, die Antikoagulanzien einnahmen. Das Blutungsrisiko war nicht konsistent erhöht, und eine Studie berichtete von einer reduzierten Sterblichkeit mit AC. Insgesamt unterstützen die aktuellen Beweise nicht die routinemäßige Verwendung von AC zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit sepsisinduzierter neu aufgetretener AF. Eine randomisierte kontrollierte Studie ist erforderlich, um die Rolle der AC in dieser Population zu klären.
Nunthakunatip et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.