Pharmazeutische Abfälle, die in Apotheken und Abgabestellen entstehen, werden oft außerhalb von formalen Krankenhausstrukturen entsorgt, was vermeidbare Risiken für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt schafft. Eine gemischte Methodenbewertung wurde in Dodoma City, Tansania, durchgeführt und umfasste 20 Einrichtungen des Gesundheitswesens. Die Daten beinhalteten strukturierte Fragebögen mit 40 Gesundheitsfachkräften, Interviews mit Schlüsselinformanten, direkte Beobachtungen und Prüfungen auf Einrichtungensebene. Obwohl das Personal in der Theorie ein starkes Bewusstsein für eine ordnungsgemäße Entsorgung von pharmazeutischen Abfällen zeigte (87,5 %), ergaben die Audits weit verbreitete Nichteinhaltung. Nur 34 % der Einrichtungen hielten sich in der Praxis an Abtrennungsprotokolle, und in 40 % der Einrichtungen wurde eine Vermischung von pharmazeutischen und allgemeinen Abfällen beobachtet. Die gemeldeten endgültigen Entsorgungsmethoden umfassten Verbrennung (55 %), Deponie (30 %) und offenes Verbrennen (25 %), während Rückgabesysteme selten genutzt wurden (< 5 %). Zu den wesentlichen Hindernissen gehörten eine begrenzte Infrastruktur (sichere Lagerung, beschriftete Behälter), hohe Kosten für konforme Entsorgungsdienste, inkonsistente Leitlinien und schwache Durchsetzung. Eine ausgeprägte Wissens-Praxis-Lücke besteht in den Gemeinschaftseinrichtungen in Dodoma. Es bedarf einer Reform der Politik, routinemäßiger Überwachung und dringender Investitionen in geeignete Abtrennungs-, Lagerungs-, Transport- und Behandlungsinfrastrukturen. Kompetenzbasierte Schulungen, praktikable Rückgabemechanismen und gestärktes Monitoring können die Umweltverschmutzung und Risiken für die öffentliche Gesundheit, einschließlich der antimikrobiellen Resistenzen, verringern.
Kwikima et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.