Der Fibroblasten-Aktivierungsproteinhämmer (FAPI) PET/CT hat sich als alternative Untersuchungsmethode etabliert, die sich auf krebsassoziierte Fibroblasten konzentriert, die im Tumorstroma des ILC reichlich vorhanden sind. Diese narrative Übersicht synthetisiert aufkommende Beweise zur radiolabelierten FAPI PET/CT bei ILC und hebt potenzielle Vorteile, Einschränkungen und Forschungslücken hervor. Eine gezielte Literaturrecherche in SCOPUS, PubMed/MEDLINE und Web of Science bis August 2025 identifizierte 10 klinische Publikationen, darunter drei prospektive Studien, zwei retrospektive Vergleiche und fünf Fallberichte; gemischte Kohortenstudien wurden einbezogen, wenn ILC-spezifische Erkenntnisse extrahierbar waren. In diesen kleinen, heterogenen frühen Studien zeigte Gallium-68 FAPI PET/CT konsistent eine höhere Tumoraufnahme und eine bessere Läsionsauffälligkeit als 18 F-FDG PET/CT in mehreren ILC-relevanten Szenarien, insbesondere infiltrativen Weichteilmetsastasen, peritonealer und seröser Beteiligung sowie sklerotischen knöchernen Läsionen. Vergleichsstudien berichteten zudem über die Identifizierung zusätzlicher multifokaler oder multizentrischer primärer Herde und eine größere Knotenbeteiligung, während Fallberichte eine verbesserte Visualisierung von Magen-, Orbital-, peritonealen und Ovarialmetastasen beschrieben, die auf 18 F-FDG PET/CT oft unauffällig sind. Trotz dieser vielversprechenden Ergebnisse bleibt die verfügbare Evidenz begrenzt, überwiegend beobachtend und es fehlt an histopathologischer Bestätigung auf Läsionsebene, standardisierten Bildgebungsprotokollen und Daten zum Managementeinfluss oder zu Patientenergebnissen. Insgesamt deuten frühe Ergebnisse darauf hin, dass Gallium-68 FAPI PET/CT in ausgewählten ILC-Szenarien eine verbesserte Läsionsauffälligkeit bieten könnte; jedoch bleiben diese Beobachtungen hypothesengenerierend. Größere, multizentrische prospektive Studien mit standardisierten Erwerbsparametern, rigoroser Läsionsvalidierung und klinisch bedeutenden Endpunkten sind erforderlich, um die diagnostische und therapeutische Relevanz von FAPI PET/CT zu etablieren und zu bestimmen, ob es eine Rolle in der routinemäßigen klinischen Bewertung von ILC hat.
Usmani et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.