Diese aktualisierte klinische Leitlinie modernisiert das Screening, die Diagnostik und Behandlung von Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen und bringt die Klassifizierung von Jugendlichen mit den Erwachsenenleitlinien in Einklang.
Diese Leitlinien zur pädiatrischen Hypertonie sind ein Update des "Fourth Report on the Diagnosis, Evaluation, and Treatment of High Blood Pressure in Children and Adolescents" von 2004. Wesentliche Änderungen in diesen Leitlinien umfassen (1) die Ersetzung des Begriffs "Prähypertonie" durch "erhöhter Blutdruck", (2) neue normative pädiatrische Blutdrucktabellen basierend auf normalgewichtigen Kindern, (3) eine vereinfachte Screening-Tabelle zur Identifikation von Blutdruckwerten, die weiterer Abklärung bedürfen, (4) eine vereinfachte Blutdruckklassifikation bei Jugendlichen ab 13 Jahren, die mit den bevorstehenden Erwachsenenleitlinien der American Heart Association und des American College of Cardiology übereinstimmt, (5) eine eingeschränktere Empfehlung, Blutdruckmessungen nur bei Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen, (6) gestraffte Empfehlungen zur Erstbewertung und Behandlung von abnormalen Blutdruckwerten, (7) eine erweiterte Rolle der ambulanten Blutdruckmessung bei der Diagnose und Behandlung der pädiatrischen Hypertonie, und (8) überarbeitete Empfehlungen zum Einsatz von Echokardiographie bei neu diagnostizierten hypertensiven pädiatrischen Patienten (in der Regel nur vor Beginn einer medikamentösen Behandlung) sowie eine überarbeitete Definition der linksventrikulären Hypertrophie. Diese Leitlinien enthalten 30 zentrale Handlungsaussagen und 27 weitere Empfehlungen, die aus einer umfassenden Überprüfung von fast 15.000 veröffentlichten Artikeln zwischen Januar 2004 und Juli 2016 abgeleitet wurden. Jede zentrale Handlungsaussage beinhaltet das Evidenzlevel, das Nutzen-Risiko-Verhältnis und die Stärke der Empfehlung. Diese klinische Praxisleitlinie, die von der American Heart Association unterstützt wird, soll einen auf den Patienten und seine Familie ausgerichteten Versorgungsansatz fördern, unnötige und kostspielige medizinische Interventionen reduzieren, Diagnosen und Behandlungsergebnisse verbessern, die Umsetzung unterstützen und eine Orientierung für zukünftige Forschung bieten.
Flynn et al. (Tue,) untersuchten diese Fragestellung.